Demonic Nights

Review for Album: Hear their Cries

Pit! Pit! Thrash Metal schadet nie, gerade wenn Altstars wie Death Angel und Testament momentan feinste Semi-Comeback-Alben ausspucken. Hier tauchen nun Davidian auf. Das Quintett aus Süddeutschland hat sich in den letzten zehn Jahren von einer Schülerband zu Modern Thrash-Veteranen entwickelt dank einer Vielzahl von Gigs. Kaum zu glauben, dass “Hear Their Cries” erst ihr zweites Album ist – die Jungs wirken verdammt abgebrüht und erfahren.

Neun Songs sind auf den ersten Blick natürlich nicht viel, mehr braucht man aber auch erst einmal nicht. “Judas Cross” startet diesen gewaltigen Nackenschlag, zettelt Pit um Pit an. Alex Scherf rührt seine Kessel ordentlich, wird von Tim Hinderer am Bass nach vorne gedrückt. Die Gitarristen Alex Schniepp und Micha Weidler sorgen für zeitlose Riffs. Highlight ist aber ohne Frage das wütende Organ von Dave Hopkins, der eine ordentliche Portion Hardcore mit einbringt. Gemütliche Passagen sind eher selten, werden aber ähnlich zelebriert. “Follow” groovt ordentlich, liefert dazu feinste Lead-Attacken ab. Eigentlicher Höhepunkt ist aber das verkopfte “Empty Gold”. Taut nur langsam auf, unterbricht sich zunächst scheinbar, nur um später durch zahlreiche Breaks und Soli zu rasen.

37 Minuten reichen vollkommen für diesen Dampfhammer. Davidian präsentieren sich auf “Hear Their Cries” in Bestform und zelebrieren formvollendeten Modern Thrash. Einziges Manko – man moniert hier auf hohem Niveau – sind die ab und an etwas eindimensionalen Hardcore-Sprenkel, die in den schnellen Passagen auftauchen. Das ist aber wirklich nur ein Minidingens. Musikalisch sind Davidian richtig groß. Jetzt müssten sie nur mehr entsprechend gepusht werden.

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Jul 13, 2012   | Dong Open Air

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Our Fear Is Their Force

Released: Feb 24, 2012
EMPNuclear Blast iTunes

Hear Their Cries

Released: April 2008

 

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